|
Explorerbelt:
Diesen
Sommer fand der Explorerbelt der Pfadfinderbewegung Schweiz
(PBS) in Grönland statt. 25 Zweier- oder Dreierteams waren während
zehn Tagen in Westgrönland zu Fuss unterwegs. Auf der Strecke
zwischen Sisimiut an der Küste und Kangerlussuaq am Rande des
Inlandeises gab es keine Ortschaft. Übernachtet wurde im Zelt,
sämtliche Lebensmittel für die zehn Tage mussten im Rucksack
transportiert werden.

Ausrüstung:
Die
Orientierung ist bedeutend schwieriger als in der Schweiz. Der
Kompass hat eine Missweisung von ca. 34 Grad West und die
genauste Karte den Massstab 1:100'000 und basiert auf 20jährigen
Luftaufnahmen.
Jedes
Team war ausgerüstet mit Karte, Kompass, GPS und einem Iridium
Satellitentelefon. Täglich wurde eine Positions- und
Zustandsmeldung in die Schweiz übermittelt.
GPS
und Telefon müssen mit Strom betrieben werden, was auf einer
zehntägigen Tour weitab der Zivilisation zu einer
Herausforderung wird.

Nebst
einem Garmin GPS kam bei unserem Team eine GPS-Uhr von Suunto
zum Einsatz. Diese Uhr speichert jede Minute die aktuelle
Position ab. Leider braucht die Uhr in diesem Modus sehr viel
Strom, nach etwa neun Stunden bricht das tracking wegen
schwacher Batterie ab. Die Uhr kann via USB-Schnittstelle
geladen werden, das Satellitentelefon verfügt über eine
Ladebuchse wie ein Nokia Mobiltelefon.
Auf
der Suche nach einem leistungsstarken, aber trotzdem noch
leichten und robusten Solarladegerät bin ich auf die Swiss
Solarcard inkl. PowerTank gestossen. Die Solarcard ist leicht
und flexibel und kann dank den zwei Ösen aussen am Rucksack
befestigt werden. Der Powertank ist mit 85g sehr leicht aber
trotzdem leistungsfähig.

Befestigung
der Solarcard:
In die
beiden Ösen habe ich je einen Schlüsselring mit einem
Durchmesser von 24mm befestigt. An den Schlüsselringen waren
kleine Alukarabinder, die dann am Rucksack befestigt werden
konnten. Dadurch konnte die Solarcard einfach befestigt und
wieder entfernt werden.
Die
Solarcard war hinten am Rucksack befestigt. Während der
Wanderung konnte keine Rücksicht auf den Einfallswinkel der
Sonne genommen werden. Auch wussten wir nicht, wie sich das
Panel bei dem geringen Sonnenstand (ca. 46°) verhalten wird.
Wir hofften, dass das Solarpanel trotzdem genug Energie erzeugen
kann.
PowerTank:
Der
Powertank ist mit 85g sehr leicht und verfügt über eine DC-in
und eine USB-Buchse, zwei farbigen und eine weissen LED sowie
zwei Schaltern. Wenn das Solarpanel genügend Strom liefert,
leuchtet beim Powertank eine rote LED. Wenn der Powertank Strom
abgeben soll, muss der Hauptschalter eingeschaltet werden und
die blaue LED leuchtet. Nun kann über den USB-Anschluss ein
Verbraucher angeschlossen werden.
Die
eingebaute Taschenlampe (weisse LED) ist praktisch, wurde aber
von uns nie gebraucht, da wir in der Zeit der Mitternachtssonne
in Grönland unterwegs waren.

praktischer
Einsatz:
Auch wenn
wir die Solarcard und den PowerTank in der Schweiz nicht
ausgiebig testen konnten, nahmen wir alles "auf gut Glück"
mit nach Grönland. Die Solarcard hat mich nie im Stich
gelassen. Trotz ungünstigen Verhältnissen (nicht immer direkte
Sonnenstrahlung auf die Solarcard) konnte sie immer genügend
Strom für den PowerTank produzieren.
Jeweils
über Nacht konnte ich meine GPS-Uhr aufladen. Leider fehlt beim
Powertank eine Anzeige über den Ladezustand des eingebauten
Akkus. Es ist also nicht klar, ob die Leistung reicht, ein Handy
oder GPS aufzuladen.
Durch
sehr sparsamen Gebrauch war es nie nötig, das Satellitentelefon
aufzuladen. Dies wäre aber sicher problemlos möglich gewesen.

Ich
bin auch überrascht, wie stabil die Solarcard ist. Die Montage
am Rucksack war etwas ungünstig, wenn man zum Beispiel in einer
Pause den Rucksack an einen Felsen anlehnt. Dadurch wurde die
Karte leicht gebogen und verkratzt. Trotzdem lieferte sie immer
genügend Strom. Evtl. könnte eine Messung ergeben, welche
Leistung meine leicht lädierte Solarcard gegenüber einer neuen
Karte abgibt.
Wenn
die Karte auf der Unterseite auch noch zwei Ösen hätte, könnte
man die Karte besser so am Rucksack befestigen, dass sie nicht
herumflattert.
Ich
bin absolut begeistert von beiden Produkten. Trotz sehr geringem
Gewicht ist die Leistungsfähigkeit sehr gross. Das Duo
Solarcard und PowerTank ist auf zukünftigen Touren nicht mehr
wegzudenken. Ich habe auf dem Markt kein so leichtes und
leistungsfähiges Solarpanel gefunden.
Wenn
der PowerTank eine Füllstandsanzeige bekommt und die Powercard
noch zwei zusätzliche Ösen, kann man die Kombination als
absolut perfekt bezeichnen.
Felix
Hürlimann - Birmensdorf ZH
»zurück
|