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SWISSSOLARCARD

Erfahrungsbericht SwissSolarCard - Explorerbelt 2009 Grönland

(Felix Hürlimann)


Explorerbelt:
Diesen Sommer fand der Explorerbelt der Pfadfinderbewegung Schweiz (PBS) in Grönland statt. 25 Zweier- oder Dreierteams waren während zehn Tagen in Westgrönland zu Fuss unterwegs. Auf der Strecke zwischen Sisimiut an der Küste und Kangerlussuaq am Rande des Inlandeises gab es keine Ortschaft. Übernachtet wurde im Zelt, sämtliche Lebensmittel für die zehn Tage mussten im Rucksack transportiert werden.

Ausrüstung:
Die Orientierung ist bedeutend schwieriger als in der Schweiz. Der Kompass hat eine Missweisung von ca. 34 Grad West und die genauste Karte den Massstab 1:100'000 und basiert auf 20jährigen Luftaufnahmen.

Jedes Team war ausgerüstet mit Karte, Kompass, GPS und einem Iridium Satellitentelefon. Täglich wurde eine Positions- und Zustandsmeldung in die Schweiz übermittelt.

GPS und Telefon müssen mit Strom betrieben werden, was auf einer zehntägigen Tour weitab der Zivilisation zu einer Herausforderung wird.

Nebst einem Garmin GPS kam bei unserem Team eine GPS-Uhr von Suunto zum Einsatz. Diese Uhr speichert jede Minute die aktuelle Position ab. Leider braucht die Uhr in diesem Modus sehr viel Strom, nach etwa neun Stunden bricht das tracking wegen schwacher Batterie ab. Die Uhr kann via USB-Schnittstelle geladen werden, das Satellitentelefon verfügt über eine Ladebuchse wie ein Nokia Mobiltelefon.

Auf der Suche nach einem leistungsstarken, aber trotzdem noch leichten und robusten Solarladegerät bin ich auf die Swiss Solarcard inkl. PowerTank gestossen. Die Solarcard ist leicht und flexibel und kann dank den zwei Ösen aussen am Rucksack befestigt werden. Der Powertank ist mit 85g sehr leicht aber trotzdem leistungsfähig.

Befestigung der Solarcard:
In die beiden Ösen habe ich je einen Schlüsselring mit einem Durchmesser von 24mm befestigt. An den Schlüsselringen waren kleine Alukarabinder, die dann am Rucksack befestigt werden konnten. Dadurch konnte die Solarcard einfach befestigt und wieder entfernt werden.

Die Solarcard war hinten am Rucksack befestigt. Während der Wanderung konnte keine Rücksicht auf den Einfallswinkel der Sonne genommen werden. Auch wussten wir nicht, wie sich das Panel bei dem geringen Sonnenstand (ca. 46°) verhalten wird. Wir hofften, dass das Solarpanel trotzdem genug Energie erzeugen kann.

PowerTank:
Der Powertank ist mit 85g sehr leicht und verfügt über eine DC-in und eine USB-Buchse, zwei farbigen und eine weissen LED sowie zwei Schaltern. Wenn das Solarpanel genügend Strom liefert, leuchtet beim Powertank eine rote LED. Wenn der Powertank Strom abgeben soll, muss der Hauptschalter eingeschaltet werden und die blaue LED leuchtet. Nun kann über den USB-Anschluss ein Verbraucher angeschlossen werden.

Die eingebaute Taschenlampe (weisse LED) ist praktisch, wurde aber von uns nie gebraucht, da wir in der Zeit der Mitternachtssonne in Grönland unterwegs waren.

praktischer Einsatz:
Auch wenn wir die Solarcard und den PowerTank in der Schweiz nicht ausgiebig testen konnten, nahmen wir alles "auf gut Glück" mit nach Grönland. Die Solarcard hat mich nie im Stich gelassen. Trotz ungünstigen Verhältnissen (nicht immer direkte Sonnenstrahlung auf die Solarcard) konnte sie immer genügend Strom für den PowerTank produzieren.

Jeweils über Nacht konnte ich meine GPS-Uhr aufladen. Leider fehlt beim Powertank eine Anzeige über den Ladezustand des eingebauten Akkus. Es ist also nicht klar, ob die Leistung reicht, ein Handy oder GPS aufzuladen.

Durch sehr sparsamen Gebrauch war es nie nötig, das Satellitentelefon aufzuladen. Dies wäre aber sicher problemlos möglich gewesen.

Ich bin auch überrascht, wie stabil die Solarcard ist. Die Montage am Rucksack war etwas ungünstig, wenn man zum Beispiel in einer Pause den Rucksack an einen Felsen anlehnt. Dadurch wurde die Karte leicht gebogen und verkratzt. Trotzdem lieferte sie immer genügend Strom. Evtl. könnte eine Messung ergeben, welche Leistung meine leicht lädierte Solarcard gegenüber einer neuen Karte abgibt.

Wenn die Karte auf der Unterseite auch noch zwei Ösen hätte, könnte man die Karte besser so am Rucksack befestigen, dass sie nicht herumflattert.

Ich bin absolut begeistert von beiden Produkten. Trotz sehr geringem Gewicht ist die Leistungsfähigkeit sehr gross. Das Duo Solarcard und PowerTank ist auf zukünftigen Touren nicht mehr wegzudenken. Ich habe auf dem Markt kein so leichtes und leistungsfähiges Solarpanel gefunden.

Wenn der PowerTank eine Füllstandsanzeige bekommt und die Powercard noch zwei zusätzliche Ösen, kann man die Kombination als absolut perfekt bezeichnen.

Felix Hürlimann - Birmensdorf ZH

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